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Morticia im Glück

JUHU-ICH HABE EIN ZUHAUSE
Heute erzählt ein wunderschönes Persermädchen ihre Geschichte! Auch ihr widerfuhr das Schicksal so vieler Haustiere in Varna. Entsorgt und verlassen fand diese süße Maus ein wundervolles Zuhause.
Hallöchen
ich bin das kleine Teufelchen Morticia. Vor fast über 1 1/2 Jahren kam ich in die schöne Schweiz. Es war eine sehr lange Reise für mich im Transporter. Erst mal ging es über gefühlte 1000ende Stunden bis nach Mannheim. Habe erfahren, dass mein Frauchen auch aus Mannheim kommt. Ganz spät in der Nacht bin ich dann endlich in Mannheim angekommen und mein Frauchen konnte mich in Empfang nehmen. Ich dachte mir, Gott sei Dank, endlich hat das Kistenhocken ein Ende für mich. Ich darf jetzt endlich auf meine eigene Toilette, bekomme endlich was Leckeres zu fressen und kann dann einfach von der langen Fahrt entspannen. Aber Pustekuchen, die Fahrt ging nochmals fast 3 Stunden bis in die Schweiz weiter, denn mein Frauchen lebt ja nicht mehr in Deutschland, sondern in der Schweiz. Also wieder ins Auto und noch weiter in der Kiste sitzen. *grummel*
Nach gefühlter Ewigkeit waren wir endlich mal an Ort und Stelle. Es ging dann gleich in mein neues Zuhause. Mein Frauchen stellte mich einfach mit meinem Kistchen in die Wohnung, hat die Tür geöffnet gehabt und ließ mich dann einfach in Ruhe. Doch plötzlich guckte da so was Schwarzes in mein Körbchen – was war das? Keine Ahnung, sah ziemlich ähnlich aus wie ich, aber sprach so einen komischen Dialekt – ich glaube, man nennt das Schwiizerdütsch. Ich habe nur Bahnhof verstanden. Das schwarze Etwas ging dann wieder weg und ich habe mich dann nach einigen Stunden heraus getraut. Alles total fremd, alles riecht total fremd, also beschloss ich, mich im Badezimmer hinter der Waschmaschine zu verstecken, da hatte ich meine Ruhe. Aber mitten in der Nacht bekam ich totalen Hunger – was mache ich jetzt? Also habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und bin mal mitten in der Nacht in einer stockfinsteren Wohnung auf Entdeckungsreise gegangen. Und tatsächlich hatte ich etwas zu Fressen gefunden. Waren ganz leckere Knabberbreckies. Die habe ich mir gleich mal einverleibt. Aber ich beschloss dann wieder, mich hinter meiner Waschmaschine wieder zu verstecken. Weitere Wochen zogen ins Land, ich tagsüber hinter meiner Waschmaschine und nachts auf Futtersuche und Entdeckungsreise – perfekte Lösung. Doch langsam wurde mir das echt zu blöd, immer hinter der Waschmaschine zu sitzen, also nahm ich doch mal meinen ganzen Mut zusammen und machte mich auch tagsüber auf Entdeckungsreise. Da habe ich mir erst mal mein komplettes neues Zuhause angeschaut. Es war sehr schön und es hatte sehr viele Möglichkeiten, mich zu verstecken, wenn es nötig war. Aber mir ist immer wieder dieses schwarze Etwas begegnet. Ich habe von meinem Frauchen erfahren, dass sie Nala heisst, hier schon 3 Jahre lebt, aus einem Tierheim hier in der Schweiz kommt und eine Sibirische Waldkatze ist. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass sie wohl hier die Chefin sein muss. Aber ich bin nicht blöd, ich lasse mir von der nichts gefallen. Ich sitze gerne unter dem Stuhl und wenn die dann nichtsahnend am Stuhl vorbei geht, dann sause ich unter dem Stuhl vor und verpasse ihr einen Tatzenhieb auf den Po und dann flitze ich gleich wieder unter den Stuhl. Die guckt vielleicht dann doof und ich freue mich echt diebisch.
Mittlerweile habe ich mich gut eingelebt, schlafe nachts sehr gerne bei meinem Frauchen im Bett und tagsüber schlafe ich natürlich auch viel, aber ich habe auch viel Blödsinn im Kopf. Im Sommer hatte ich es jetzt richtig gut, da konnte ich immer auf den Balkon vom Frauchen und die Sonne geniessen, das war richtig toll. Nun ist es leider aber etwas kälter draussen, die Sonne scheint sehr selten nur noch, also bleibe ich lieber in der Wohnung und treibe da so mein Unwesen.
Letztes Jahr im Winter hat mein Frauchen dann nochmals vierbeinigen Zuwachs bekommen, die heisst Honey, ist eine Perserkatze so wie ich, aber die sieht ganz anders aus. Und die ärgert mich nur, die ist echt nicht mein Fall, die mag ich nicht so. Aber ich ärgere sie auch zurück, denn ich bin ja ein Teufelchen, ich lasse mir nichts gefallen. Aber Alles in Allem haben wir es hier bei unserem Frauchen sehr gut getroffen, wir haben sozusagen den Katzenhimmel auf Erden, unser Frauchen ist eine ganz Liebe und wir bekommen von ihr auch immer ganz leckeres Futter.
Ich hoffe, euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen und freue mich über ganz liebe Kommentare von euch.
Eure Morticia